Regt zum Nachdenken an!

Hippiesommer - Inge Kutter

Inhalt:

 

Diagnose : „Burnout!“, damit hatte Elena nicht gerechnet als sie zu Weihnachten zu ihren Eltern reist und dort komplett zusammen bricht. Waren die Anzeichen schon vorhanden und sie hat sie gekonnt ignoriert? Ihrer Meinung nach eher nicht, war sie doch komplett ausgebucht als Unternehmensberaterin und ihrer Meinung nach auch glücklich damit.

Doch nun sitzt sie allein in einem Klinikzimmer und hat alle Zeit der Welt: Keine Email, keine Powerpoint-Präsentattionen und Handylos. Doch diese Auszeit bringt genügend Zeit für Erinnerungen mit sich. An eine lang verdrängte Zeit und einen Sommer voller Ausgelassenheit, eine Art Hippiesommer in den 90er Jahren.

 

Doch was geschah genau und ist es wirklich der Auslöser für ihre jetzige Situation? Oder ist es doch der Stress im Beruf, der sie kaum zu Atem kommen lässt?

 

Meine Meinung:

 

Burnout ist mittlerweile eine der häufigsten Erkrankungen unserer heutigen Zeit. Die Belastungen nehmen zu, es bleibt wenig Zeit für Freiräume und die Person selbst bleibt auf der Strecke. Irgendwann recht sich der Körper und die Seele, und genau dies geschieht bei Elena. Doch wie wirkt es sich aus, wenn einem die eigene Seele einen Riegel vorschiebt und jedes bisschen einem viel zu viel erscheint? Elena ist ein wirklich tolles Beispiel um dem Leser dem Weg aus der Dunkelheit vor Augen führt und wie hart dieser auch sein kann.

 

Der Roman ist sehr authentisch geschildert und zeigt einem deutlich, was Burnout bedeutet und wie es sich auf das komplette Leben auswirkt. Leider fehlte mir der Bezug zu Elene, denn ich während der Handlung leider nicht aufbauen konnte. Sie blieb stetig für mich eine leere Hülle voller Selbstzweifel, die ich nicht wirklich mit Leben füllen konnte. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr.

 

Vielleicht tragen auch der Aufbau der Handlung und der Schreibstil, der sehr oberflächig und gefühllos wird. Man könnte zwar meinen, dass die Autorin den Schreibstil ihrer Geschichte angepasst hat, aber leider wirkte er so auch sehr befremdlich auf mich. Für mich ist es wichtig, dass ich mich in die Personen und ihre Situationen bei solch einer Thematik hineinversetzen kann, auch wenn ich es selbst nicht durchstehen muss. Aber leider blieb dies vollkommen aus.

 

Das Cover erinnert an einen Hippiesommer, denn ist es sehr flippig trotz seiner dezent gehaltene Art.

 

Fazit:

 

Zwar ist der Roman sehr authentisch gestaltet und wirkt sehr real und intensiv, jedoch machte mir der oberflächige Schreibstil und die sehr lieblose Protagonistin, dass vorankommen und am Ball bleiben beim Lesen sehr schwer. Trotz allem führt der Roman dem Leser sehr detailliert vor Augen, was die Krankheit für den Betroffenen, seiner Angehörigen und Freunden, und auch für das Leben bedeutet.

Quelle: http://www.arche-verlag.com