Ein brisantes Thema verpackt in einer verzwickten Handlung....

Die Glückssucher - Vera Kissel

Inhalt:

 

Lukas ist kein Hau-drauf-Degen, eher schüchtern stapft er durch die Weltgeschichte und mit Mädchen hat er schon Mal rein gar nichts am Hut. Bis ein kurzer Augenblick ausreicht und sein Herz vor Glück entflammt, denn als er bei einem zwielichten Geschäftsausflug mit seinem Freund Birol auf die wunderschöne und geheimnisvolle Kurdin Gülbahar trifft, ist es im Nu um ihn geschehen. Trotz aller Warnungen seins Freundes wagt er sich auf den Weg in die Höhle des Unbekannten und erst als es zu spät ist, merkt er wie gefährlich sein Wagnis ist. 

Denn manche Katastrophen verbinden und andere sie trennen!

 

Meine Meinung:

 

Vera Kissel wagt sich mit ihrem Jugendroman " Die Glückssucher " an ein aktuelles und sehr brisantes Thema heran. Mit viel Feingefühl führt sie den Leser durch den Moment in dem Gefühle eines jungen unerfahrenen Jungen namens Lukas entfachen, dem Kampf um Anerkennung und gegen den Widerstand der auf Grund seiner Gefühle aufkochen, aber vor allem mit welchen Gefahren diese unerlaubte Liebe auseinander setzten muss. 

 

Nimmt man den Plot und auch die Grundidee so könnte es ein super gefühlvoller und leicht spannender Jugendroman werden. Leider machte es ihr außergewöhnlicher und ungewohnten Schreibstil für mich sehr schwer entspannt in die Handlung zu gleiten, die Gefühle und Probleme an mich heran zu lassen und mich in die Protagonisten hineinzuversetzen. 

Es ist wirklich schwer den Schreibstil zu beschreiben, denn es ist das erste Mal, dass ich es mit einer derartigen Form zu tun hatte. Was mich sehr störte war, dass die Sätze abgehakt und stockend für mich herüber kamen und so absolut kein Lesefluss aufkam. 

 

Auch Lukas kam mir eher wie ein früh pubertierender Junge, der das erste Mal seine Sexualität entdeckt oder eher was tiefgründige Gefühle so in einem Körper auslösen kann. Es tut mir wirklich leid, denn Lukas hat so viel Potential, aber dies sind die Eindrücke, die es mir erschwerten ihn wohl näher kennen zu lernen.  Dennoch konnte man seinen Gefühlswirrwarr in dem er sich derzeit auf Grunde des Verlusts seines Vater, dessen Gefühle gegenüber eines Mannes zuvor zu der elterlichen Trennung geführt haben, dass die kurz bevorstehende Hochzeit seiner Mutter und die baldige Geburt seines Schwesterchens schon nachvollziehen. Wirkt er noch so zurückgezogen und schüchtern, packt ihn nach der ersten Begegnung mit Gülbahar die Abenteuerlust, die aber schnell zum Verhängnis sämtlicher Beteiligter werden kann....

 

Trotz den gravierenden Problemen, die ich mit dem Schreibstil und dem Hauptprotagonisten hatte, so bin ich froh, dass ich das Buch nicht vorzeitig abgebrochen hatte, sondern mir ein Herz gefasst habe und zu Ende gelesen habe, denn gegen Ende wurde die Handlung nicht nur dramatisch und Herz ergreifend, sondern konnte mit seinen Wendungen mich gegen Schluss noch überraschen.

 

Fazit:

 

Eine turbulente Handlung mit einem außergewöhnlichen und ungewohnten Schreibstil, welcher bei mir zwar zu einigen Problemchen führte, aber dennoch es sich lohnt bis zum Ende gelesen zu werden!

 

Quelle: http://www.dressler-verlag.de/buecher/jugendbuecher/details/titel/3-7915-1118-1/19258/32486/Autor/Vera%20/Kissel/Die_Gl%FCckssucher.html