Poetisch, brisant und mit Gefühl, die Geschichte der kleinen Carmel!

Das Mädchen, das rückwärts ging - Kate Hamer, Brigitte Jakobeit

Inhalt:

Für Beth bricht ihre heile Welt wie ein Kartenhaus zusammen, denn ihre 8 Jährige Tochter Carmel ist wie vom Erdboden verschluckt und nicht mehr aufzufinden. Niemand hat sie gesehen, keine Hinweise führen zu ihr und die Polizei tappt im Dunkeln. Das Einzige was Beth bleibt ist die Erinnerung an ihre sensible, intelligente und doch sehr verschlossene Tochter. Um ihr einziges Kind zu finden nimmt die verzweifelte Mutter jede doch so schwere Hürde auf sich und begibt sich auf die Suche nach Carmel und begibt sich Schritt für Schritt den Weg ihrer gemeinsamen Zeit zurück um ja kein Hinweis zu übersehen....
Was sie jedoch nicht ahnt, dass Carmel in genau dieser Zeit, die wohl außergewöhnlichste Reise ihres jungen Lebens erlebt!

Meine Meinung:

Kate Hamer hat einen sehr gefühlvollen, poetischen, zum Nachdenken anregenden und sehr fesselnden Roman geschrieben, der den Leser auf eine Reise entführt, die außergewöhnlicher gar nicht sein kann. 
Die Erzählperspektive teil sich unter den beiden Hauptprotagonisten Beth ( Mutter ) und der kleinen Carmel auf. 

Die Sicht von Beth strotzt vor Verzweiflung, den Verlust durch das Verschwinden der einzigen geliebten Tochter und der Stärke, die sie dennoch aufbringt und die Kraft, die sie daraus tank um sich auf die Suche nach Carmel zu machen. Der Weg den sie beschreitet ist nicht immer sehr einfach und hat mich als Leserin oftmals zu Tränen gerührt. 

Der Erzählstil Carmel ist sehr jung, frisch und voller neugier, dennoch muss ich sagen, dass mir Carmel als 8 Jährige zu reif und erwachsen erscheint, welches man in den Erzählungen aus ihren Augen sehr deutlich herauslesen kann. Aber gemeinsam mit ihr hat mir die Reise durch ihr junges Abenteuer sehr gut gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie die Handlung selbst sehr poetisch und authentisch, man kauft ihr Wort wörtlich jedes gelesen Wort ab und fühl sich in die Handlung integriert. Auch hat der Schreibstil eine sehr bildhafte Kombonente, die die Schauorte und Protsgonisten so realistisch erscheinen lässt, dass man sich gedanklich selbst vor Ort wiederfindet. 

Das Cover finde ich schlicht und verspielt zugleicht. Es wäre kein reiner Coverkauf geworden, aber dennoch ist es nett  anzuschauen. 

Fazit:

Eine verzweifelte Suche, eine außergewöhnliche Reise zweier sehr authentisch wirkenden Protagonisten, welche den Leser fesselt, zum mitfiebern anregt und auch die ein oder andere Träne vergießen oder Lachen aufblitzen lässt. 

Quelle: http://www.arche-verlag.com/index.php?id=211&tx_fsvsgbooks_pi1%5Btitel%5D=Das%20M%E4dchen%2C%20das%20r%FCckw%E4rts%20ging&tx_fsvsgbooks_pi1%5Bisbn%5D=3-7160-2724-3&tx_fsvsgbooks_pi1%5Blink%5D=detail&cHash=298ed9519b